Tarifvertrag – betriebliche Lohngestaltung

Vergleich: Tarifvertrag – betriebliche Lohngestaltung

Bisher stehen die Arbeitnehmer mit Tarifbindung deutlich besser da, als die Arbeitnehmer oh-ne Tarifbindung. Höheres Monatseinkommen, häufiger Gehaltserhöhungen, mehr Weiterbildung. Das ergibt eine Befragung des Internetportals www.lohnspiegel.de unter mehr als 52.000 Beschäftigten . 

Abb. Tarifvertragsbindung
Quelle: : http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/hbs/hs.xsl/themen_showpicture.htm?id=32433&chunk=2

Monatseinkommen: Beschäftigte mit Tarifvertrag verdienen nach den Lohnspiegel-Daten im Durchschnitt 3.279 Euro im Monat. Das sind etwa 660 Euro mehr als bei den Arbeitnehmern, deren Gehalt nicht von einer Gewerkschaft ausgehandelt wurde.

Sonderzahlungen: Rund 62 Prozent der Beschäftigten mit Tarif bekommen Urlaubsgeld. Unter den Beschäftigten, die nicht nach Tarif bezahlt werden, sind es nur gut 39 Prozent. Noch größer ist die Differenz beim Weihnachtsgeld: 72 gegenüber 46 Prozent. Gut 27 Prozent der Tarifbeschäftigten erhalten eine Gewinnbeteiligung. Ohne Tarif sind es 19 Prozent.

Lohnerhöhungen: 52 Prozent der Tarifbeschäftigten geben an, in den 12 Monaten vor der Be-fragung sei ihr Lohn oder Gehalt erhöht wurden. In der Gruppe ohne Tarif konnten sich nur 34 Prozent über eine Lohnerhöhung freuen.

Weiterbildung: Auch bei der Qualifizierung haben die befragten Tarifbeschäftigten die Nase vorn: 56 Prozent wurden in den 12 Monaten vor der Befragung von ihrem Arbeitgeber weiter-gebildet. In der Vergleichsgruppe waren es lediglich 40 Prozent.

Zufriedenheit: Tarifbeschäftigte geben ihrer Arbeit auf einer Skala von 1 (gar nicht zufrieden) bis 5 (in jeder Hinsicht zufrieden) die Durchschnittsnote 3,7. Arbeitnehmer ohne Tarif urteilen mit einer 3,5. Deutlicher ist der Unterschied bei der Zufriedenheit mit der Bezahlung: 3,1 mit Tarif gegenüber 2,5 ohne.

Für Betriebsräte stellt dieser „Benchmark“ eine außerordentliche Herausforderung dar. Insbesondere dann, wenn die Gehälter gar nicht mehr „vor Ort“ entschieden werden, sondern in Konzernzentralen „irgendwo auf der Welt“, nach Maßstäben, die befremdlicher nicht sein könnten.

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