Nacht- und Schichtarbeit

Es ist der Sinn des Arbeitszeitgesetz(ArbZG) die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer zu gewährleisten. Zitat:

§ 1 Zweck des Gesetzes

Zweck des Gesetzes ist es,

1.
die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer in der Bundesrepublik Deutschland und in der ausschließlichen Wirtschaftszone bei der Arbeitszeitgestaltung zu gewährleisten und die Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten zu verbessern sowie
2.
den Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung der Arbeitnehmer zu schützen. „

Für die Nacht- und Schchtarbeit heißt das:

§ 6 Nacht- und Schichtarbeit

(1) Die Arbeitszeit der Nacht- und Schichtarbeitnehmer ist nach den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen über die menschengerechte Gestaltung der Arbeit festzulegen.“

 

Was aber gilt als gesichert?

Als gesichert gilt z.B.:

  • Schichtpläne sollen vorhersagbar und überschaubar sein. Daher muss rechtzeitig über den Schichtplan informiert werden.
  • Regelmäßige freie Wochenenden müssen gegeben sein.
  • Aufgestellte Schichtpläne werden von betrieblicher Seitemöglichst zuverlässig eingehalten.
  • Arbeitgeber vermeiden kurzfristige Änderungen der Pläne.
  • Lage, Länge und Abfolge der Arbeitszeiten entwickeln die Beschäftigten mit. Sie brauchen Spielraum für individuelle Wünsche.
  • Es werden weniger als acht Schichten in einer Folge geplant. Freie Tage stehen fest im Plan.
  • Schichtarbeiter/innen sollten zusätzliche freie Tage im Jahr haben.
  • Vorwärtswechsel der Schichten bei kontinuierlichen Schichtsystemen (erst Früh-, dann Spät-, dann Nachtschicht) begünstigen Schlaf und allgemeines Wohlbefinden.
  • Geteilte Schichten werden bei der Planung gemieden.

Auf diese Grundsätze darf sich jede Beschäftigte berufen!

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