Wer kann einen Betriebsrat gründen?

Jeder Arbeitnehmer kann einen Betriebsrat für seinen Betrieb gründen. Suchen Sie sich ggf. die Unterstützung der Gewerkschaften.

Bei mindestens fünf wahlberechtigten Beschäftigten ist es möglich, einen Betriebsrat zu gründen. Dabei hängt die Größe des Betriebrats von der Größe des Betriebes ab.

  • Bei weniger als 20 wahlberechtigten Mitarbeitern, besteht der Betriebsrat aus einer Person.
  • Ab 20 Wahlberechtigten aus mehreren Personen.
  • Ab 200 Beschäftigten muss die Betriebsleitung regelmäßig ein oder mehrere Betriebsratsmitglieder von der Arbeit freistellen.

Näheres im Gesetz § 9 BetrVG  http://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__9.html

Für eine Betriebsratsgründung sollten möglichst viele Beschäftigte im Vorfeld gewonnen werden. Damit steht der Betriebsrat auf „sicheren Füßen“, denn er hat die Unterstützung der Belegschaft.

Die Gründung eines Betriebsrates beginnt mit der Bildung eines Wahlausschusses zur Betriebsratswahl.  Sie sollten sich mit mindestens drei ebenfalls interssierten Kollegen zusammentun, die auch die Gründung eines Betriebsrates betreiben wollen.

Informieren Sie den Arbeitgeber erst, wenn der Wahlvorstand gegründet worden kann, Sie also die mindestens 3 Mitglieder zusammen haben und die Unterstützung (zumindest in großen Teilen der Belegschaft) sicher ist. Sie können dann zu einer  Gründungsversammlung einladen, auf der ein Wahlvorstand gebildet werden soll.

Die Vorschriften für die Betriebsratswahl sind im Betriebsverfassungesetz geregelt. Lassen Sie sich ausbilden, bevor Sie die Wahl durchführen.

Link-Gesetzsestext http://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/index.html

Die Gründungsmitglieder des Betriebsrates sollten einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben und mindestens sechs Monate im Betrieb beschäftigt sein.

Der Betriebsrat kann zu jedem Zeitpunkt gegründet werden.

Die Voraussetzung ist, dass mindestens fünf unbefristet beschäftigte, wahlberechtigte Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt sein.

Die ersten drei Arbeitnehmer, die sich für die Wahl des Betriebsrates und die Einberufung einer Wahlversammlung zur Wahl des Wahlvorstandes im Betrieb einsetzen (durch Aushang zur Einberufung der Wahlversammlung) besitzen nach dem neuen § 15 Abs. 3a Kündigungsschutzgesetz (KSchG) einen besonderen Kündigungsschutz, vom Zeitpunkt der Einladung zur Wahlversammlung bis zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses der Betriebsratswahl.

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